Motion Bank Workshop Nr. 2

DANCE & ARCHITECTURE EXTENDED:

Moving into new ways of thinking

Vom 20. bis 23. September 2011 im Frankfurt LAB. Im zweiten Workshop der Reihe konnten sich Praktiker in einem interdisziplinären Kontext von Tanz und Architektur an der Forschung zur Nutzung von Partituren und Notation im Rahmen von Motion Bank beteiligen. Der Workshop war als Labor angelegt und wurde von der freien Choreographin und ehemaligen Tänzerin des Balletts Frankfurt, Prue Lang, sowie dem Stadtplaner Michael Steinbusch entwickelt und geleitet.

Michael Steinbusch & Prue Lang, Foto: Jessica Schäfer

Ziel des viertägigen Labors war es, die organisatorische Praxis von Choreographie und Architektur infrage zu stellen, indem man sie mit der Business-Praxis, insbesondere mit dem Business-Modelling kontrastierte, um dadurch Wege zu neuen Denkweisen aufzuzeigen. Dazu gehörte auch die kritische Reflexion der Frage, inwiefern Partituren und Notationen verkörpertes, räumliches und analytisches Denken unterstützen und hilfreich sind, wenn in Zusammenarbeit Ergebnisse hervorgebracht werden, die soziale Interaktion formen und beeinflussen.

Teilnehmende bei der Arbeit. Foto: Jessica Schäfer

Mithilfe der Entwicklung eines besseren Verständnisses dafür, wie die genannten Bereiche der Praxis Wirklichkeit normalerweise abbilden und symbolisieren und wie Entscheidungen getroffen werden, konnten die Teilnehmenden herausfinden, inwiefern gemeinsames Agieren und Denken auf neue Weise kreative Strukturen und Ergebnisse hervorbringen kann. 

Im Rahmen dieses Projekts haben Steinbusch & Lang zum zweiten Mal die Praxis von Choreographie und Architektur verbunden. Das erste Projekt dieser Art war ein Seminar an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden 2007/08 (Seminar Bericht, deutsch mit englischer Zusammenfassung).

Experimente mit Notation. Foto: Jessica Schäfer

Architectural Thinking Tools

Im Rahmen des Salons zum Workshop No. 2 sprach Prof. Dr. Gunter Henn von HENN Architekten in München/ Berlin über das Thema „Architectural Thinking Tools“. Der Vortrag wurde unterstützt von Michael Steinbusch, der seit langem mit Gunter Henn zusammenarbeitet. Das abgebildete 3D-Objekt wird von Architekten genutzt, um Konzepte für Gebäude modellhaft darzustellen und zu erkunden – im Kontext des Workshops No. 2 diente es als „Partitur“.

Michael Steinbusch & Gunter Henn. Foto: Jessica Schäfer

Video Impression: Prue Lang erklärte einige im Rahmen des Workshops verwendete Ansätze zu Notation und Partitur.

Michael Steinbusch hat seine Erfahrungen in eine Zusammenarbeit mit den Tanzkünstlern des Michael Douglas Kollektiv übernommen. Außerdem hat Steinbusch an der Interdisziplinären Forschung im Rahmen von Dance Engaging Science teilgenommen.

Video: Anna Berger